gute rezepte – für jeden Tag

Empfehlenswerte Quellen zu Ernährung & Gesundheit

Eine kuratierte Sammlung hochwertiger, unabhängiger und wissenschaftlich fundierter Anlaufstellen rund um Ernährung und ernährungsbezogene Gesundheit. Alle aufgeführten Quellen stammen von staatlichen Einrichtungen, wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Forschungsinstituten oder etablierten Verbraucherorganisationen – bewusst wurde auf kommerzielle Ratgeberseiten und Blogs verzichtet.

Stand: Juli 2026

Behörden & staatliche Ernährungseinrichtungen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

www.dge.de

Die DGE ist die maßgebliche wissenschaftliche Fachgesellschaft für Ernährung in Deutschland und formuliert die offiziellen, evidenzbasierten Ernährungsempfehlungen für die Bevölkerung. Von ihr stammen bekannte Orientierungshilfen wie der DGE-Ernährungskreis und die „Gut essen und trinken“-Empfehlungen, die neben Gesundheit auch Nachhaltigkeit berücksichtigen. Wer verlässliche, alltagstaugliche Aussagen zu ausgewogener Ernährung sucht, findet hier die zentrale Referenz. Die DGE ist als unabhängiger gemeinnütziger Verein organisiert und arbeitet frei von kommerziellen Interessen.

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)

www.bzfe.de

Das BZfE ist die zentrale, staatlich getragene Anlaufstelle für Ernährungsfragen in Deutschland und beim Bundesministerium bzw. der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt. Es bereitet wissenschaftliche Erkenntnisse neutral und verständlich für den Alltag auf – von Lebensmittelkunde über Kennzeichnung bis zu praktischen Küchentipps. Die Inhalte sind bewusst allgemeinverständlich gehalten und eignen sich hervorragend für Verbraucherinnen und Verbraucher. Als Bundeseinrichtung verfolgt das BZfE keinerlei wirtschaftliche Eigeninteressen.

Max Rubner-Institut (MRI)

www.mri.bund.de

Das MRI ist das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel und untersteht dem zuständigen Bundesministerium. Es forscht zum gesundheitlichen Wert von Lebensmitteln, zur Lebensmittelsicherheit und zum Ernährungsverhalten der Bevölkerung, etwa im Rahmen der Nationalen Verzehrsstudie. Wer sich für die wissenschaftlichen Grundlagen hinter Ernährungsempfehlungen interessiert, findet hier Primärquellen und fundierte Studien. Das Institut betreut außerdem den Bundeslebensmittelschlüssel (siehe unten).

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

www.bfr.bund.de

Das BfR ist die wissenschaftlich unabhängige Bundesinstitution für die gesundheitliche Bewertung von Lebensmitteln, Stoffen und Produkten. Es liefert sachliche Risikobewertungen zu Themen wie Zusatzstoffen, Schadstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln und Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe. Gerade bei kontroversen oder verunsichernden Themen bietet das BfR eine faktenbasierte, von wirtschaftlichen Interessen unabhängige Einordnung. Die Publikationen reichen von kurzen FAQ bis zu ausführlichen wissenschaftlichen Stellungnahmen.

Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat – Bereich Ernährung

www.bmleh.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrung_node.html

Der Ernährungsbereich des zuständigen Bundesministeriums bündelt die politischen Leitlinien und Programme rund um gesunde Ernährung, etwa die Ernährungsstrategie der Bundesregierung. Hier finden sich offizielle Informationen zu Themen wie Lebensmittelkennzeichnung (z. B. Nutri-Score), Reduktionsstrategien für Zucker, Fett und Salz sowie Verbraucherschutz. Die Seite ist die maßgebliche Quelle, wenn es um den staatlichen Rahmen und die Ausrichtung der Ernährungspolitik geht. Als Ministeriumsangebot sind die Inhalte offiziell und neutral.

Nährwert- & Lebensmitteldatenbanken

Bundeslebensmittelschlüssel (BLS)

www.blsdb.de

Der BLS ist die nationale Nährwertdatenbank Deutschlands und der wissenschaftliche Standard für Nährstoffangaben in Forschung, Ernährungsberatung und Lebensmittelkennzeichnung. In der aktuellen Version 4.0 umfasst er rund 7.140 Lebensmittel mit 138 Nährstoffkomponenten und wird vom Max Rubner-Institut gepflegt. Die Daten stehen inzwischen kostenlos als Open Data (CC BY 4.0) zur Verfügung, was ihn zur verlässlichsten deutschen Referenz für Nährwertangaben macht. Ideal für alle, die genaue, belastbare Zahlen zu Kalorien, Vitaminen oder Mineralstoffen suchen.

USDA FoodData Central

fdc.nal.usda.gov

FoodData Central ist die umfangreiche Nährwertdatenbank des US-Landwirtschaftsministeriums und eine der wichtigsten Lebensmittel-Datenquellen weltweit. Sie bildet die Grundlage vieler kommerzieller und öffentlicher Nährwertdatenbanken und deckt Tausende Lebensmittel mit detaillierten Nährstoffprofilen ab. Als Ergänzung zum deutschen BLS ist sie besonders nützlich bei internationalen Produkten oder Nährstoffen, die im BLS nicht abgebildet sind. Die Datenbank ist frei zugänglich und wissenschaftlich gepflegt (englischsprachig).

Forschung & wissenschaftliche Fachgesellschaften

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

www.dife.de

Das DIfE ist ein renommiertes Forschungsinstitut der Leibniz-Gemeinschaft, das die molekularen Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit erforscht. Im Fokus stehen die großen ernährungsmitbedingten Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Wer verstehen möchte, wie Ernährung auf Stoffwechsel und Krankheitsrisiko wirkt, findet hier aktuelle Forschungsergebnisse und fundierte Hintergrundartikel. Das Institut arbeitet unabhängig und öffentlich finanziert.

Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM)

www.dgem.de

Die DGEM ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Ernährungsmedizin in Deutschland und Herausgeberin zahlreicher Leitlinien zur klinischen Ernährung. Ihre S3-Leitlinien – etwa zur Ernährung bei Krebs, im Krankenhaus oder bei Mangelernährung – gelten als medizinischer Standard. Die Inhalte richten sich primär an Fachkreise, sind aber die maßgebliche Referenz für alle, die evidenzbasierte Aussagen zu Ernährung bei Erkrankungen suchen. Als AWMF-Mitgliedsgesellschaft folgt sie strengen wissenschaftlichen Standards.

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)

www.ddg.info

Die DDG ist eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften Deutschlands und zentrale Instanz für alles rund um Diabetes – ein Thema mit engem Ernährungsbezug. Sie entwickelt klinische Leitlinien, fördert Forschung und zertifiziert Behandlungseinrichtungen. Für Fragen zu Ernährung bei Diabetes, Kohlenhydratmanagement und Prävention bietet sie fundierte, unabhängige Informationen. Ergänzend betreibt sie mit diabinfo.de ein leicht verständliches Portal für Betroffene.

Ernährung bei Krankheit & Prävention

Krebsinformationsdienst des DKFZ

www.krebsinformationsdienst.de/ernaehrung-bei-krebs

Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist eine der vertrauenswürdigsten Anlaufstellen für ernährungsbezogene Krebsfragen im deutschsprachigen Raum. Er beantwortet fundiert, unabhängig und allgemeinverständlich, was in Sachen Ernährung zur Krebsvorbeugung und während einer Erkrankung wissenschaftlich belegt ist – und räumt mit Mythen auf. Die Inhalte werden vom staatlich getragenen DKFZ verantwortet und sind frei von kommerziellen Interessen. Besonders wertvoll für Betroffene, die verlässliche Orientierung statt Halbwissen suchen.

diabinfo – das Diabetesinformationsportal

www.diabinfo.de

diabinfo ist das gemeinsame, öffentlich getragene Informationsportal führender deutscher Forschungseinrichtungen zum Thema Diabetes. Es bietet leicht verständliche, wissenschaftlich geprüfte Informationen zu Prävention, Ernährung und Alltag mit Diabetes. Gerade im ernährungsbezogenen Kontext – etwa gesunde Ernährung zur Vorbeugung von Typ-2-Diabetes – ist es eine hervorragende, neutrale Quelle. Die Inhalte sind für Laien aufbereitet und werbefrei.

Deutsche Herzstiftung

www.herzstiftung.de

Die Deutsche Herzstiftung ist eine etablierte gemeinnützige Organisation und eine führende unabhängige Informationsquelle zu Herz-Kreislauf-Gesundheit. Da Ernährung ein zentraler Faktor für die Herzgesundheit ist, bietet sie fundierte Empfehlungen etwa zur „herzgesunden“ Ernährung, zu Salz, Fetten und mediterraner Kost. Die Informationen werden von Kardiologinnen und Kardiologen geprüft und verständlich aufbereitet. Als Stiftung agiert sie unabhängig von der Industrie.

Deutsche Krebsgesellschaft – ONKO-Internetportal

www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/bewusst-leben-krebs-vorbeugen.html

Die Deutsche Krebsgesellschaft ist die größte wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum und betreibt das ONKO-Internetportal für Patientinnen, Patienten und Angehörige. Der Ernährungsbereich erklärt evidenzbasiert, welche Rolle Ernährung bei Krebsprävention und -therapie spielt. Die Inhalte sind an medizinischen Leitlinien orientiert und dennoch verständlich aufbereitet. Eine seriöse Ergänzung zum Krebsinformationsdienst des DKFZ.

Verbraucherschutz & unabhängige Verbraucherinformation

Verbraucherzentrale – Bereich Lebensmittel

www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel

Die Verbraucherzentralen bieten unabhängige, verbraucherorientierte Informationen zu Lebensmitteln, Kennzeichnung, Werbeversprechen und Nahrungsergänzungsmitteln. Sie decken irreführende Gesundheitsversprechen auf und helfen, Marketing von tatsächlicher wissenschaftlicher Evidenz zu unterscheiden. Besonders nützlich, wenn es darum geht, Etiketten richtig zu lesen oder fragwürdige Produkte einzuordnen. Die Verbraucherzentralen sind öffentlich gefördert und der Neutralität verpflichtet.

Stiftung Warentest – Ernährung & Lebensmittel

www.test.de/thema/lebensmittel-im-test

Stiftung Warentest ist die bekannteste unabhängige Verbraucherorganisation Deutschlands und testet regelmäßig Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Ernährungsratgeber. Die Tests folgen transparenten, wissenschaftlich nachvollziehbaren Methoden und decken u. a. Schadstoffe, Nährwerte und Etikettenschwindel auf. Für konkrete Kaufentscheidungen und die Bewertung einzelner Produkte ist die Stiftung eine verlässliche Orientierung. Sie finanziert sich überwiegend selbst und nimmt keine Werbung an – ein Garant für Unabhängigkeit.

Internationale & europäische Quellen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)

www.efsa.europa.eu/en/topics/topic/nutrition

Die EFSA ist die wissenschaftliche Agentur der EU für Lebensmittelsicherheit und bewertet unter anderem gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) und Nährstoffreferenzwerte auf europäischer Ebene. Ihre wissenschaftlichen Gutachten bilden die Grundlage dafür, welche Gesundheitsversprechen auf Lebensmitteln überhaupt erlaubt sind. Wer wissen will, ob eine Werbeaussage wissenschaftlich abgesichert ist, findet hier die europäische Referenz. Die Inhalte sind überwiegend englischsprachig und richten sich teils an Fachkreise.

Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Healthy Diet

www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/healthy-diet

Die WHO stellt mit ihren Fact Sheets zur gesunden Ernährung global anerkannte, evidenzbasierte Empfehlungen bereit – etwa zu Zucker-, Salz- und Fettzufuhr. Die Angaben beruhen auf breiten wissenschaftlichen Übersichten und dienen weltweit als Referenz für Ernährungspolitik und Gesundheitsförderung. Für eine übergeordnete, international abgesicherte Einordnung dessen, was gesunde Ernährung ausmacht, ist die WHO die maßgebliche Instanz. Die Fact Sheets sind kompakt und gut verständlich (englischsprachig).

Harvard T.H. Chan School of Public Health – The Nutrition Source

nutritionsource.hsph.harvard.edu

„The Nutrition Source“ der Harvard-Fakultät für Public Health gehört zu den weltweit angesehensten frei zugänglichen Ernährungsportalen. Es fasst die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zu Ernährungsthemen anschaulich zusammen – bekannt etwa durch den „Healthy Eating Plate“. Die Inhalte werden von renommierten Ernährungswissenschaftlern verantwortet und regelmäßig aktualisiert. Eine ausgezeichnete, unabhängige englischsprachige Quelle für tiefergehende, aber verständliche Ernährungsinformationen.

Hinweis: Diese Sammlung ersetzt keine individuelle ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Erkrankungen sollte stets fachkundiger Rat eingeholt werden.